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Im Norder Rat werden keine Entscheidungen über die Zukunft Norddeichs getroffen

 

 

Der Rat der Stadt Norden hat während seiner Sitzung am 09.08.2018 beschlossen auf die Möglichkeit zur Einflussnahme auf die Planungen zum „Masterplan Wasserkante“ zu verzichten. Dieses vornehmlich mit der Argumentation, dass die Planungen in der Norder Bevölkerung ausreichend bekannt sind und man sich erst nach dem Vorliegen eines Förderbescheides wieder damit befassen wolle. Eine Entscheidung über die einzig vorliegende Planung, denn einen Planungswettbewerb hat es nicht gegeben, will der Rat der Stadt Norden zum jetzigen Zeitpunkt nicht treffen.

Die Norder FDP stellt sich allerdings die Frage, ob die Veröffentlichungen im Ostfriesischen Kurier und im Rahmen einer Sitzung des Vermietervereins tatsächlich dermaßen sensibilisiert haben, dass der Norder Bürger weiß, was auf ihn zukommt. Ist ihm wirklich hinreichend bekannt wie sich die Destination Norden / Norddeich für die Zukunft aufstellen will? Aus Sicht der Norder FDP ist auch dieses eine sehr wichtige Frage, denn schließlich ist der Tourismus das Lenbenselixier für die Stadt Norden.

Dem Norder Bürger muss klar gesagt werden, dass lt. Planung

• das Deckwerk entlang des Sand- und Grünstrandes aus Schüttsteinen mit einer Verankerung aus Beton bestehen wird. Das Spazierengehen wird dort nur noch unter Mühen möglich sein, Sitzgelegenheiten bieten nur vereinzelt eingelassene Stufen.

• die an das Deckwerk anschließende Promenade eine 5,00m breite Asphaltpiste in okkafarbenden Farbton sein wird.

• die Holzstege in der Dünenlandschaft nicht barrierefrei sind.

• das sogannte „Wattauge“ nichts weiter als eine gigantische, ins Watt führende, Treppenanlage ist und 1 Millionen € kosten wird.

• ein Freibad für tideunabhängiges Baden nicht vorgesehen ist.

Den bisherigen Planungen für den Masterplan Wasserkante fehlt zudem eine weitere sehr entscheidende Grundlage. Eine vernünftige städtebauliche Planung für Norddeich mit allen beteiligten, insbesondere Reederei Norden Frisia, N-Ports und Stadt Norden, ist nicht gesichert. Es wird bereits sehr viel Geld für die Planung des Masterplans ausgegeben und kein Mensch weiß, ob diese Planung letztendlich mit der städtebaulichen Entwicklung Norddeichs in Einklang gebracht werden kann. Hier wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht.

Die Ratsmittglieder von CDU, den Freien Wähler „ZOB“, Teile der SPD und erstaunlicherweise auch Bündnis90/Die Grünen halten die Planungsvorstellungen des Kurdirektors für völlig in Ordnung und wollen am liebsten nichts damit zu tun haben. Soviel Gleichgültigkeit darf es bei gewählten Volksvertretern nicht geben. Es bleibt nur zu hoffen, dass es sich die Bürger, die Verbände, die Vereine, die Wirtschaft, die Gastronomie, die Hotelerie usw. nicht gefallen lassen und alsbald lautstrak dagegen protestieren.


Rainer Feldmann - FDP Fraktion Norden

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