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FDP Norden: Tideunabhängiges Baden außendeichs muss dabei Priorität haben

 

 

Umsetzung des Projektes „Masterplan Wasserkante“ muss zügiger vorangetrieben werden. Tideunabhängiges Baden außendeichs muss dabei Priorität haben

In einer Pressemittlung verkündet Herr Kurdierektor Armin Korok, dass noch bis zum 1. Juni nach fachanwaltlicher Unterstützung für eine europaweite Ausschreibung für die Planung des „Masterplanes Wasserkante“ gesucht wird. Dieses ist für die Norder FDP sehr enttäuschend, denn sie war davon ausgegangen, dass die Fortschritte für dieses Projekt größer sind. Schließlich  hat der Rat der Stadt Norden bereits am 28.02. in öffentlicher Sitzung beschlossen die Planungen für die sogenannte “Nationalparkpromenade“ umzusetzen. Diese sind zwingend notwendig um entsprechende Fördermittel zu beantragen.

Die Einschaltung eines Fachbüros kostet den Wirtschaftsbetrieben der Stadt Norden GmbH (WBN) mehrere Zehntausend Euro. Dabei hat der Rat der Stadt Norden in o.g. Sitzung ebenfalls beschlossen, dass die europaweite Ausschreibung durch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Aurich begleitet werden soll. Dieses wäre kostenlos gewesen.

Die Ausschreibungsphase für die zu erbringenden Planungsleistungen dürfte ca. 5 Monate in Anspruch nehmen. Mit der eigentlichen Planung kann vermutlich erst zum Beginn bzw. Mitte des nächsten Jahres begonnen werden. Dieses wiederrum bedeutet, dass bei einem positiven Förderbescheid frühestens im Jahr 2019 mt den Bauarbeiten begonnen werden kann. Aufgrund der Zeitbeschränkungen für Bautätigkeiten im Außendeichbereich dürfte die „Nationalparkpromenade“ nicht vor dem Jahr 2020 fertiggestellt sein. Weitere Bauabschnitte des „Masterplans Wasserkante“ folgen erst danach.

Für die Norder FDP ist es daher völlig klar, dass die Ertüchtigung des Freibades zum tideunabhängigen Baden außendeichs Priorität haben muss. Gerade dieses Projekt ist mit nichtnachvollziehbaren Argumenten auf die lange Bank geschoben werden. Viel zulange wurde an einer sogenannten „Badelagune“ festgehalten. Dabei ist es schon seit dem 09.08.2011 (!!) gem. des sogenannten Bädererlass des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr bekannt, dass die Förderung von Freibädern – hierzu zählte auch die Badelagune – nicht möglich ist. Gefördert werden allerdings Attraktivierungen von Bädern am bisherigen Standort. Hierzu zählt eindeutig das Norddeicher Freibad. Planungen liegen hierfür bereits ebenfalls seit dem Jahr 2011 vor. Diese sind nach Meinung der FDP sofort wieder aufzunehmen und Fördermittel sind umgehend zu beantragen. Die zwischenzeitlich vorgeschlagene Anbindung einer tideunabhängigen Bademöglichkeit an das Ocean Wave dürfte keinerlei wirtschaftliche und touristsiche Vorteile haben und ist daher zu verwerfen.

Hinsichtlich des Erhaltes der Konkurrenzfähigkeit Norddeichs zu anderen Badeorten darf keine weitere Zeit verloren gehen. Alleinige gute Norddseeluft und eine ausreichende Infrastruktur für Wanderer und Radfahrer haben alle anderen Küstenbadeorte an Nord- und Ostsee ebenfalls zu bieten. Es besteht die Gefahr, dass in naher Zukunft die Touristen in Norden/Norddeich ausbleiben. Dieses wäre ein Katastrophe für die gesamte Norder Wirtschaft.

Rainer Feldmann – FDP Ortsverband Norden

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